102. Otto Woldemar Eduard


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Sohn des Rudolph Friedrich Ludwig v. Freymann (Nr. 72) und seiner Gattin zweiter Ehe Elisabeth (Lisette) Charlotte v. Schroeder, geboren am 22. November 1828.

Er besuchte die Buchholzsche Anstalt in Riga, dann das Gymnasium zu Birkenruh bei Wenden und trat am 1. Juni 1847 als Unteroffizier in das II. St. Petersburger Grenadierregiment Friedrich Wilhelms des III. (später St. Petersburger Leibgarderegiment König Friedrich Wilhelm III.) ein. Am 17. Februar 1849 wurde er zum Portep\'e Unterfähnrich und am 20. Mai 1849 zum Fähnrich befördert und gleichzeitig ins Reserve Bataillon des Grenadierregiments S. K. H. des Prinzen Eugen v. Württemberg übergeführt. Nach Auflösung der Reserven wurde Otto Woldemar Eduard am 30. August 1850 ins aktive Regiment übergeführt. Am 7. Februar 1852 zum Seconde Leutnant befördert, wurde er am 15. Juli desselben Jahres in das St. Petersburger Grenadierregiment König Friedrich Wilhelms II übergeführt. Am 11. April 1854 wurde er zum Leutnant, am 27. März 1855 zum Stabskapitän ernannt. Am 30. August 1858 erhielt er den St. Stanislaworden III. Klasse und drei Jahre darauf am 30. August 1863 den St. Annenorden III. Klasse verliehen.

Im Jahre 1863 war Otto Woldemar Eduard nach Berlin abkommandiert, um im Verbande einer Deputation der Grundsteinlegung eines Denkmals für den verstorbenen Chef des Regiments beizuwohnen; bei dieser Gelegenheit wurde ihm der königlich-preußische Kronenorden III. Klasse verliehen.

Am 19. Mai 1863 wurde er zum Kapitän befördert. Vom 5. Januar 1863 bis zum 1. Mai 1864 nahm Otto Woldemar Eduard an der Niederwerfung des Polnischen Aufstandes teil, wobei ihm für Auszeichnung der Stanislaworden II. Klasse verliehen wurde.

Am 12. April 1864 wurde er zum Major befördert und am 2. November 1865 zum Chef der Schützenkompanien des Regiments ernannt. Am 2. Mai 1866 wurde er Bataillonskommandeur und am 30. August 1866 erhielt er den Stanislaworden II. Klasse mit kaiserlicher Krone, ein Jahr darauf, am 30. August 1867, wurde er zum Oberstleutnant befördert und am 31. Juli 1869 a la suite der Armeeinfantrie gestellt.

Vom 8. März bis zum 7. Oktober 1854 und vom 16. April bis zum 15. November 1855 befand er sich mit seinem Regimente im Verband der die Küsten Estlands schützenden Truppen, vom 26. Juli bis zum 14. September 1856 im Verband der anläßlich der Krönung Kaisers Alexanders II. nach Moskau zusammengezogenen Truppen des Garde- und Grenadiercorps.

Am 14. Juni 1871 erlag Otto Woldemar Eduard in Druskoniki (Gouvernement Grodno) einem Schlagfluß. Er war zeitweilig Mitbesitzer der Güter Secklershof und Kallenhof gewesen.

Am 18. Juni 1859 hatte er sich mit Pauline Sophie Catharina v. Stackelberg verheiratet, Tochter des Carl Georg v. Stackelberg auf Lilienbach bei Narva und seiner Gattin Natalie v. Kaulbass. Sie war am 11. Januar 1828 geboren und starb am 30. Januar 1903 zu St. Petersburg.

Dieser Ehe sind folgende Kinder entsprossen:


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