109. Karl Gustav Hermann


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Sohn des Carl Otto Friedrich v. Freymann (Nr. 74) und seiner Gattin erster Ehe Charlotte Helene Dorothea v. Torklus, geboren 31. Januar 1822 zu Riga.

Zum Militärdienst bestimmt, trat er in die Artillerieschule (später Militär Artillerieschule) als Feuerwerker ein. Nach bestandenem Examen wurde er am 8. August 1842 zum Fähnrich befördert mit Stellung a la suite der Artillerie und Belassung bei der Artillerieschule berufs Fortsetzung seiner Studien in den Offiziersklassen (später Michael Artillerieschule). Schon im nächsten Jahre, am 23. Juni 1843, wurde er der Batterie Nr. 1 der I. Artilleriebrigade zukommandiert und am 4. September desselben Jahres dorthin übergeführt.

Am 25. Februar 1846 mußte Carl Gustav Hermann krankheitshalber als Secondelieutenant seinen Abschied nehmen: bei einer Feldübung im Beisein des Generalfeldzeugmeisters Großfürsten Michael Pawlowitsch war er von einer Kanone überfahren worden, wobei er dermaßen schwere Verletzungen des Brustkastens erlitten hatte, daß er den Dienst nicht mehr fortsetzen konnte und ihn die Ärzte, das Schlimmste befürchtend, nach Nizza schickten. Der Großfürst Michael Pawlowitsch erwirkte ihm beim Kaiser eine lebenslange Pension von 1000 Rubeln jährlich. Nach zweijährigem Aufenthalt in Nizza konnte Carl Gustav Hermann, vollständig genesen, wieder zurückkehren.

Am 4. Dezember 1848 trat er als "Zimmeraufseher" in das adlige Pensionat am ersten Kiewer Gymnasium ein mit Umbenennung zum Gouvernementssekretär, war dann einige Zeit Aufseher an der Kiewer Podolskischen Adelsschule, wurde am 31. Dezember 1852 zum Inspektor des Gymnasiums in Poltawa ernannt und am 16. August 1853 zum Collegienassessor befördert mit Anciennität vom 28. Februar 1849. Am 20. August 1853 wurde er zum Inspektor des Gymnasiums zu Kamenets-Podalsk ernannt und am 9. November 1854 zum Hofrat befördert mit Anciennität vom 28. Februar 1853. Am 31. Dezember 1855 erhielt er eine Allerhöchste Belohnung von 300 R. S.. Am 20. Dezember 1856 wurde er zur Verfügung des Direktors des Wilnaschen Lehrbezirks gestellt und am 9. Mai 1857 zum Direktor der Kreis-Adels-Schule in Minsk ernannt.

Am 12. Juni 1858 wurde er Schuldirektor des Wilnaschen Gouvernements und am 16. November 1858 zum Collegienrat befördert mit Anciennität vom 12. Juni desselben Jahres. Als 1860 die vier Direktionsdistrikte des Wilnaschen Lehrbezirks in dreizehn ebensolche umformiert wurden, wurde Karl Gustav Hermann am 22. Februar 1860 zum Direktor der Wilnaer Schulen ernannt.

Am 26. August 1861 wurde er krankheitshalber auf Gesuch mit Uniform und voller Pension verabschiedet. Hierauf diente er an verschiedenen Eisenbahnen, zuletzt - bis zum 1. Juli 1896 - an der Moskau-Brester Bahn und starb am 24. Dezember 1913 hochbetagt an einer Lungenentzündung.

Seit dem 8. Januar 1858 war er mit Nadeschda Surmengen aus Witebsk vermählt, griechisch-orthodoxen Bekenntnisses, geboren am 27. September 1834 als Tochter des Gutsbesitzers Johann Surmengen. Sie starb am 16. Januar 1885.

Dieser Ehe sind folgende Kinder entsprossen:


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