130. Karl Arthur


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Sohn des Arthur Hermann Gustav Leo v. Freymann (Nr. 88) und seiner Gattin Adeline Louise v. Engelhardt, geboren am 3. März 1855 auf Nurmis.




Karl Arthur (Nr. 130)

Nach Besuch der Schmidtschen Anstalt in Fellin und Absolvierung der Abiturientenprüfung bezog er 1873 die Landesuniversität Dorpat zum Studium der vergleichenden Sprachen (Grammatica Comparativa). Während seiner Studienzeit aktiver Landsmann der Korporation Livonia, gehörte er ihr seitdem als Philister an. Nachdem er 1878 das Staatsexamen bestanden, legte er 1880 die Prüfung als Oberlehrer der lateinischen Sprache ab und setzte 1880-81 seine Studien in Jena fort, bereiste dann Italien, die Schweiz und Deutschland. Nach Rückkehr in die Heimat war er 1882/I als Hauslehrer in Meyershof bei Wenden, 1882/II als wissenschaftlicher Lehrer am Gymnasium in Reval tätig, gab dann aber den Lehrerberuf auf und studierte 1883-87 an der Universität Dorpat Jurisprudenz. Nach 1887 beim Livländischen Hofgericht, war dann bis Ende 1888-1889 Oeselscher Assessor des Livländischen Hofgerichts. Nach Einführung der russischen Justizreform in Livland und Aufhebung der deutschen Geschichte des Landes nahm Karl Arthur seinen Abschied aus dem Landesdienst und zog sich während der Jahre 1889-1892 nach Nurmis zurück, mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt. Als Frucht dieser Arbeit erschien 1892 seine "Bearbeitung des Gesetzbuches der Criminal- und Correctionsstrafen und Gesetz über die von den Friedensrichtern zu verhängenden Strafen" in deutscher Sprache (Dorpat, Verlag C. Mattiessen). 1892 siedelte er ganz nach Deutschland über, um in Berlin und nochmals Jurisprudenz zu studieren. Nach bestandenen Staatsexamen trat er im November 1895 in den juristischen Vorbereitungsdienst in Leipzig, wurde dann Assessor beim Amtsgericht in Dresden, dann beim Landgericht daselbst und starb am 29. August 1919 in Blasewitz bei Dresden. Am 12. November (31. Oktober)1 1898 hatte er sich in Waldheim (Sachsen) mit Elisabeth (Ilse) Müller verheiratet, geboren zu Waldheim am 12. März (24. März) 1869. Sie starb zu Dresden Blasewitz am 23. Dezember 1921.

Dieser Ehe sind folgende Kinder entsprossen:


1 Die doppelten Jahreszahlen geben die Daten nach west-europäischem und russischen Kalender an.

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