178. Arthur Albert*


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Sohn des Karl Arthur v. Freymann (Nr. 130) und seiner Gattin Elisabeth (Ilse) Müller, geboren am 25. Mai/7. Juni 1901 in Dresden, getauft am 29.9.1901, Zwillingsbruder der Adeline (Nr. 179).

Er besuchte die Bürgerschule in Dresden, lernte 1911/12 auf dem Gute Magdalenenlust in Mecklenburg (Besitz Otto v. Denfter), wo er die Sexta der humanisitschen Domschule in Güstrow besuchte. Von 1912 bis 1916 lebte er wieder in Dresden und besuchte das dortige Königliche Gymnasium (späteres Staatsgymnasium). Im Winter 1916 kam er nach Davos, wo er als Schüler der humanistischen deutschen Schule " Fredericianum" das "Einjährige" absolvierte und 1917 konfirmiert wurde. In Davos fiel er Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten1 als "ein gutaussehender großer Junge" auf, der nicht nur durch sein Geigenspiel, sondern vor allem durch seine hübsche Schwester überall Anklang fand. Im Jahre 1918 nach Deutschland zurückgekehrt setzte er seine Schulbildung wieder am Staatsgymnasium in Dresden fort, das er mit der Oberprimareife verließ.

Schon früh hatte sich bei ihm musikalische Begabung gezeigt, die durch Privatunterricht in Violine gefördert wurde. Nachdem er in Kirchenkonzerten dann auch in einem deutschen Konzertabend in Davos und Zürich aufgetreten, entschloß er sich - nach dem politischen Umsturz und der folgenden Inflation zum Ergreifen eines Berufes gedrängt - dazu, die Künstlerlaufbahn zu ergreifen. Er studierte noch ein Jahr beim Konzertmeister im Dresdener philharmonischen Orchester.

Als im Jahre 1923 das Orchester eine starke wirtschaftliche Krise durchgemacht hatte, wandte er sich dem kaufmännischen Berufe zu und fand im großen Röntgen der Firma Koch und Stergel Anstellung. Nach dem Neuaufbau des Orchesters als "Dresdener Philharmonie" 1924 unter Generalmusikdirektor Eduard Möricke kehrte er zu seinem eigentlichen Berufe zurück und wurde erneut als Konzertmeister eingestellt. Seine Neigung weist auf die Dirigentenlaufbahn hin und befähigte ihn, im Sommer 1934/35 einige Konzerte der Philharmonie zu dirigieren.

Am 3. Mai 1930 hatte er sich mit Tamara Rothermundt verheiratet, geboren am 21. Januar 1905, als Tochter des Fabrikbesitzers Adolf Rothermundt in Dresden und seiner Gattin Nadja Valinski (geboren in Tavastehus, Finnland).


1 Quelle: "Erinnerungen eines alten Ostpreußen" von Alexander Fürst zu Dohna-Schlobitten, erschienen im Siedler Verlag

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