43. Ludwig Eberhard


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Sohn des Carl Johann v. Freymann (Nr. 14) und seiner Gattin Anna Christina v. Reutz, geboren am 24. Dezember 1744.

Gleich seinem Bruder Jacob Johann (Nr. 39) wurde er im St. Petersburger Cadettencorps erzogen, in dem er sich noch 1761 befand. Nach Absolvierung des Corps trat Ludwig Eberhard in den Militärdienst, aus dem er jedoch schon 1765 als Leutnant seinen Abschied nahm, um sich der Bewirtschaftung seiner Güter und dem Landesdienst zu widmen. Er war Ordnungsgerichtsadjunct (1765, 1781, 1785), dann Kreisrichter (1789, 1791). Während der Lebzeiten seines ältesten Bruders Otto Friedrich war Ludwig Eberhard mit seinen Geschwistern im ungeteilten Besitz des väterlichen Gutes Nursie verblieben, nach Otto Friedrichs Tode jedoch schien es geboten, zur Teilung zu schreiten. Im Transakt vom 26. April 1761 einigten sich die Miterben, Nursie in zwei gleichwertige Hälften - Alt-Nursie und Neu-Nursie - zu teilen, über deren Naturalbesitz zwischen Ludwig Eberhard und den Erben des verstorbenen ältesten Bruders Otto Friedrich - nämlich dessen Witwe Anna Margarethe v. Plater und ihren Kindern (Nr. 29) - gelost werden sollte. Nachdem die Teilung, wie vereinbart, durch Anna Margarethe v. Plater durchgeführt und am 24. November 1765 von den Interessenten gebilligt wurde, kam es noch am selben Tage zur Losung, wobei Alt-Nursie den Erben Otto Friedrichs (Anna Margarethe geb. v. Plater und ihren Kindern), Neu-Nursie aber Ludwig Eberhard zufiel, der dann auf diesem Gute seinen Wohnsitz nahm. (Siehe das bei Otto Friedrich (Nr. 29) Gesagte.) Am 20. Dezember 1781 erwarb Ludwig Eberhard für 31932 Rubel 27 Kopeken das Gut Rauge (Kreis Dorpat, später Werro, Kirchspiel Rauge) von Leutnant Eberhard Friedrich v. Freymann (Nr. 49), das er dann durch Erbcessionstransact vom 1. August 1800 auf seinen Sohn Christer Ludwig (Nr. 61) übertrug. Am 15. Dezember 1791 kaufte Ludwig Eberhard auf öffentlichem Ausbot das Gut Kergel (Kreis Werro, Kirchspiel Anzen) für 38600 Rubel.

Gadebusch sagt von ihm: "er trieb ... die Landwirtschaft mit bestem Erfolge."

Er starb am 3. Juni 1810. Am 18. August 1766 hatte Ludwig Eberhard sich mit Anna Katharina v. Samson-Himmelstjerna vermählt, geboren den 3. Februar 1743 (getauft 7.2.1743) als Tochter des Landgerichtsassessors Claudius Hermann v. Samson-Himmelstjerna auf Wollust (Heiligensee) und dessen Gattin Gerdrutha Helene v. Oettingen. Sie überlebte ihren am 3. Juni 1810 verstorbenen Gatten nur um einige Monate und folgte ihm am 10. Dezember 1810 im Tode nach.

Dieser Ehe sind folgende Kinder entsprossen:


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