53. Carl Ludwig Friedrich


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Sohn des Otto Friedrich v. Freymann (Nr. 29) und seiner Gattin Anna Margarethe v. Plater, geboren zu Kioma (Kreis Dorpat, später Werro, Kirchspiel Pölwe) am 5. Januar 1757.

Er diente in der Preobraschenskischen Garde, nahm jedoch schon als Leutnant seinen Abschied, um das väterliche Gut Alt-Nursie zu übernehmen und sich dem Landesdienste zu widmen. Seine Mutter Anna Margarethe v. Plater hatte mit den Erbteilungstransakten vom 26. April 1761 und 24. November 1765 Alt-Nursie für sich und ihre Kinder übernommen (siehe Nr. 29), das dann 1780 - gemäß Familientransakt vom selben Jahre - für den Schätzwert von 24000 Rubel auf ihren ältesten Sohn Carl Ludwig Friedrich überging, der hier seinen dauernden Wohnsitz nahm.

Er vermählte sich am 28. Februar 1791 mit Ernestine Elisabeth v. Freymann a. d. H. Waimel-Neuhof, Tochter des Generalleutnants Ferdinand Magnus v. Freymann a. d. H. Waimel-Neuhof1 und dessen Gattin Katharina Elisabeth v. Kruedener, geboren am 1. März 1772. 1783-1786 war Carl Ludwig Friedrich Niederlandgerichtsassessor, wurde 1786 zum Kreisgerichtsassessor gewählt und 1789 zum selben Amt wiedergewählt. 1789 erlebte er den Brand des alten Herrenhauses auf Alt-Nursie.

Durch Vertrag vom 5. Mai 1791 einigte er sich mit seinem jüngeren Bruder Gerhard Magnus dahin, - unter Anrechnung des väterlichen Erbteils - die zu Alt-Nursie gehörende Hoflage Quellenhof als selbständiges Rittergut für den Preis von 6000 Rubeln zu zedieren, starb jedoch noch vor geschehener Corrobarition des Vertrages am 10. Januar 1794, seine Witwe Ernestine Elisabeth nebst zwei unmündigen Kindern zurücklassend, zu deren Vormündern dann Christer Ludwig v. Freymann (Nr. 61) und Johann Philipp v. Roth bestellt wurden.

Ernestine Elisabeth v. Freymann behielt auch als Witwe ihren Wohnsitz auf Alt-Nursie bei und vermählte sich in 2. Ehe 1797 mit ihrem Schwager, dem jüngeren Bruder ihres verstorbenen Gatten, Otto Reinhold v. Freymann (Nr. 55). Als am 3. September 1799 Gerhard Magnus v. Freymann (Nr. 54) verstorben war, fühlte sich dessen Witwe Gerdrutha Christina v. Freymann (Nr. 58), geb. v. Freymann, bewogen, durch Vertrag vom 2. April 1800, für sich und ihre Kinder auf ihre Ansprüche an das grundbuchlich noch nicht von Alt-Nursie abgeteilte Quellenhof zu Gunsten der Erben des ältesten Bruders ihres verstorbenen Mannes, d. h. der Erben des Carl Ludwig Friedrich v. Freymann, nämlich seiner Witwe Ernestine Elisabeth v. Freymann, geb. v. Freymann und deren Kindern erster Ehe zu verzichten, in deren Händen wieder beide Güter vereinigt wurden. Der einzige Sohn Carl Ludwig Friedrichs und Ernestine Elisabeths, Ferdinand Otto Ludwig v. Freymann (Nr. 67), dessen einzige Schwester Katharina (Nr. 68) mittlerweile verstorben war, verkaufte dann am 2. März 1812 in curatorischer Assistenz des Baron Otto von Ungern-Sternberg Alt-Nursie seiner Tante Gerdrutha Christina v. Freymann und zedierte durch Vertrag vom 15. April 1812 das mittlerweile zum selbständigen Rittergut erhobene Quellenhof zu Erbpfandbesitzrecht seiner Mutter Ernestine Elisabeth, die nun von Alt-Nursie nach Quellenhof übersiedelte. Als 1815 über sie und ihren Gatten 2. Ehe, Otto Reinhold, der Concurs hereinbrach, ging sie am Quellenhof verlustig, das dann endlich am 6. September 1818 ebenfalls von ihrer Schwägerin Gerdrutha Christina v. Freymann auf Alt-Nursie erworben und so für die Familie gerettet wurde.

Ihren Anteil am väterlichen Gut Waimel-Neuhof (Kreis Werro, Kirchspiel Pölwe) hatte Ernestine Elisabeth bereits durch Erbteilungsvertrag vom 9. Dezember 1799 ihrer Schwester Dorothee Margarethe Barbara v. Wrangel, geb. v. Freymann, zediert. Ernestine Elisabeth starb 1830. Ihrer Ehe mit Carl Ludwig Friedrich sind folgende Kinder entsprossen:


1 Trotz gleichen Namens nicht verwandt. Diese Familie v. Freymann ist ein Münchner Bürgergeschlecht, das 1557 den Reichsadel erhielt. Magnus v. Freymann wurde 1797 in Livland immatrikuliert.

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