55. Otto Reinhold


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Sohn des Otto Friedrich v. Freymann (Nr. 29) und seiner Gattin Anna Margarethe v. Plater zu Kioma (Kreis Werro, Kirchspiel Pölwe) am 7. August 1760.

Nachdem er als Leutnant seinen Abschied vom Militär genommen, trat er in den Landesdienst, in dem er successiv die Ämter eines Niederlandgerichtsassessors (1786), Kreisgerichtsassessors (1789, 1793, 1795) und Kirchspielrichters (1811, 1812) bekleidete. Am 26. September 1785 vermählte er sich mit Juliane Jacobine v. Stackelberg, geboren 1766 als Tochter des Rudolph Magnus v. Stackelberg, Erbherrn von Piep (in Estland) und Pfandherrn von Igast (in Livland, Kreis Dorpat, Kirchspiel Theal-Fölck) und dessen Gattin Maria Eleonore v. Freymann (Nr. 27). Als dieses Gut nach Ablauf der Pfandjahre seines Schwiegervaters (1789) zum Ausbot kam, kaufte es Otto Reinhold v. Freymann am 16. Januar 1795 für 41500 Rubel. Sein väterliches Gut Alt-Nursie war, gemäß Familientransakt vom Jahre 1780 und vom 12. März 1790, vom ältesten Bruder, Carl Ludwig Friedrich (Nr. 53), übernommen worden. 1795 verlor Otto Reinhold seine Gattin Juliane Jacobine (Julie) v. Stackelberg durch den Tod. Aus seiner Ehe mit ihr sind folgende Kinder entsprossen:

Nach dem Tode seiner Gattin Juliane (Julie) Jacobine v. Stackelberg vermählte Otto Reinhold sich am 10. Januar 1797 in zweiter Ehe mit der Witwe seines am 10. Januar 1794 bereits verstorbenen ältesten Bruders Carl Ludwig Friedrich (Nr. 53) Ernestine Elisabeth v. Freymann, geb. v. Freymann. Im Zusammenhang hiermit mag es stehen, wenn er sich bewogen fühlte, Igast am 16. Mai 1797 (corr. am 2. Juli 1797) auf 96 Jahre (und zwar für den Preis von 60000 Rubel) dem Arrendator Nudsitz zu verpfänden und nach Alt-Nursie überzusiedeln, das damals den Erben des verstorbenen ältesten Bruders Carl Ludwig Friedrich v. Freymann (Nr. 53) gehörte. Als des letzteren einziger Sohn und Erbe, Ferdinand Otto Ludwig (Nr. 67) Alt-Nursie dann am 25. März 1812 seiner Tante Gerdrutha Christina v. Freymann (Nr. 58), geb. v. Freymann verkaufte, zogen Otto Reinhold und seine Gattin zweiter Ehe Ernestine Elisabeth nach Quellenhof, das Ernestine Elisabeth durch Erbpfand und eventuellen Kaufvertrag vom 15. April desselben Jahres von ihrem Sohne erster Ehe, Ferdinand Otto Ludwig v. Freymann (Nr. 67) erworben hatte. 1815 brach über Otto Reinhold und seine Gattin zweiter Ehe Ernestine Elisabeth v. Freymann, geb. v. Freymann der Konkurs herein, durch den letzterer Quellenhof verlustig ging, das am 27. September 1816 auf öffentlichen Ausbot von der Leutnantin Wilhelmine v. Baranow, geb. v. Virgin, für 13800 R. Bco und 500 R. S. pfandweise erstanden wurde. Diese jedoch vermochte den übernommenen Verpflichtungen nicht nachzukommen und übertrug daher ihre Rechte auf Gerdrutha Christina v. Freymann, geb. v. Freymann, der das Gut am 20. September 1820 eigentümlich zugeschrieben wurde. Otto Reinhold starb am 12. September 1820, seine Gattin zweiter Ehe Ernestine Elisabeth geb. v. Freymann am 16. April 1830. Ihrer Ehe sind folgende Kinder entsprossen:


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