61. Christer Ludwig


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Sohn des Eberhard Ludwig v. Freymann (Nr. 43) und dessen Gattin Anna Katharina v. Samson-Himmelstjerna, geboren am 4. August 1773 zu Neu-Nursie (Kreis Dorpat, später Werro, Kirchspiel Rauge).

Er trat in österreichische Militärdienste, nahm jedoch schon als Leutnant seinen Abschied, um in die Heimat zurückzukehren. Hier verheiratete er sich am 26. März 1815 mit Elisabeth Charlotte Dorothea v. Löwis of Menar, Tochter des Alexander v. Löwis of Menar auf Nurmis und dessen Gattin Dorothea Elisabeth v. Huene, geboren auf Nurmis am 21. Februar 1798.

Mittels Erbcessionstransacts vom 1. August 1800 (corrol. 1. Januar 1811) hatte Christer Ludwig das väterliche Gut Rauge übernommen, während die Güter Neu-Nursie und Kergel nach dem Tode des Vaters (Ludwig Eberhard v. Freymann (Nr. 43)) durch Erbteilungsvertrag (corr. 23. April 1814) für den Schätzungswert von 18250 R. S. beziehungsweise 26250 R. S. von seiner Schwester Louise vermählte Briesemann v. Nettig angetreten wurden. Am 27. Januar 1811 (corrol. am 1. März 1811) verpfändete Christer Ludwig Rauge auf 10 Jahre für 27000 R. S. und 500 R. Bco dem Capitain Paul Adolph Gottlieb v. Ungern-Sternberg, von dem es am 12. April 1814 (corr. am 3. Mai 1815) für denselben Preis der Assessor, nachherige Distriktsdirector Carl Neumann v. Samson-Himmelstjerna zediert erhielt, dem es am 20. August 1820 eigentümlich zugeschrieben wurde.

Nach dem Verkauf Rauges erwarb seine Gattin Elisabeth Charlotte Dorothea Louise geb. v. Löwis of Menar am 30. Mai 1815 (corr. am 12. Dezember 1816) für 42000 R. Bco das Gut Charlottenthal (Kreis Dorpat, Kirchspiel Theal-Fölck), das sie jedoch bereits am 10. Februar 1817 (corr. am 4. April 1817) dem Titulas-Restun Johanniterritter Paul v. Löwenstern für den Preis von 42000 R. Bco überließ. Nachdem Christer Ludwig dann den Sommer mit seiner Familie bei seinen Schwiegereltern in Nurmis (Kreis Wolmar, Kirchspiel Rujen) verbracht hatte, zog er im August 1817 nach Fellin, wo er im Hause des Bürgermeisters Grubner ein Quartier gemietet hatte, um sich von hier aus nach passender Tätigkeit umzusehen. Bald darauf übernahm er die Arrende von Penniküll (Kreis Pernau, Kirchspiel Hallist), wo er dann seinen dauernden Wohnsitz nahm und dann am 20. Juli 1820, sechsundvierzig Jahre alt, verschied.

Seine Witwe Elisabeth Charlotte Dorothea v. Löwis of Menar, die den Gatten um fast 34 Jahre überlebte, erlag (in Kurland) einem Schlagfluß am 26. Januar 1854 (10 Uhr abends). Sie sind beide auf dem Hallistschen Kirchhof zur Ruhe bestattet.

Aus dieser Ehe sind folgende Kinder entsprossen:


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